Lass dich bezwitschern DER VOGELZUG - ÜBER DIE GROßE WANDERUNG UNSERER VÖGEL

Thekla Budniok • 5. September 2025

Lass dich bezwitschern 
DER VOGELZUG
ÜBER DIE GROßE WANDERUNG UNSERER VÖGEL


Vögel und der Rhythmus der Jahreszeiten ist wohl untrennbar miteinander verbunden. Die ersten Vogelgesänge im Frühling lassen uns aufatmen und führen uns direkt in die Vorfreude auf die wärmere Jahreszeit! Und die Flugrufe der aus Nordeuropa, Richtung Süden ziehenden Kraniche, kündigen im Herbst den nahenden Winter an.

Der alljährliche Vogelzug ist für die meisten das beeindruckendste Naturschauspiel, das wir kennen. Im Herbst, wenn die Tage kürzer werden und die Nahrungsknappheit für die kommenden Monate sich ankündigt, dann geben Hormone den Vögeln den Impuls, sich aufzumachen Richtung Süden. Dabei ist ihnen der Zeitpunkt des Aufbruchs und auch die Wegstrecke zu ihrem Winterquartier angeboren. Instinktiv wissen sie also wo es lang geht.

Da der Winter und die damit zusammenhängende Nahrungsknappheit für viele Vögel den Hungerstod bedeuten würde, verlassen in den Monaten August bis Oktober über 100 Millionen Zugvögel ihre Brutgebiete in Deutschland. In den Überwinterungsgebieten im Mittelmeerraum und Afrika ist das Nahrungsangebot für die kommenden Monate dann so üppig vorhanden, wie sie es in den Sommermonaten bei uns vorfinden.

Der Rostocker Pfeilstorch brachte DIE Erkenntnisse zum Vogelzug

Der jährlich wiederkehrende Vogelzug ist ein komplexes Thema und unser Wissen um die Zugmuster einiger Arten lässt immer noch viele Fragen unbeantwortet. 

Erst im 19. Jahrhundert konnte der Beweis des Vogelzugs nach Afrika durch einen deutschen Jäger erbracht werden. Der Jäger von der Ostsee hatte 1822 einen Weißstorch abgeschossen. Im Hals des Vogels steckte ein afrikanischer Speer. Wissenschaftler waren seither angeregt, das Thema weiter zu erforschen.

Zum Glück konnte der alte Mythos nicht bestehen bleiben, welcher besagte, dass die Vögel in den Wintermonaten auf dem Grund von Tümpeln und Seen einen Winterschlaf halten. Oder so ähnlich...

Welche faszinierenden Erkenntnisse seither nach und nach über den Vogelzug erforscht wurden und weiterhin erforscht werden, stellt alle Mythen in den Schatten. Inzwischen können mit winzigen Funksendern genaue Flugrouten der Vögel ermittelt werden.

Der Vogelzug ist eine unglaubliche Leistung der Gefiederten

Keine andere Tiergruppe ist so mobil wie die Vögel. Etwa die Hälfte aller Vogelarten pendelt im Jahresverlauf zwischen zwei verschiedenen Orten. Selbst die Kleinsten unter den Reisenden leisten beim Vogelzug Unglaubliches, wenn sie Jahr für Jahr ihre Kräfte mit den Elementen messen und tausende Kilometer auf ihrer Reise zurücklegen.

Einige Vogelarten bevorzugen entweder den Nacht- oder den Tagzug, doch die meisten Arten fliegen zu beiden Tageszeiten. Die Flughöhe beträgt zwischen 500 und 9000 Metern über der Erde. Dabei fliegen die kleineren Vögel eher weiter unten. 

Der eingebaute Magnetkompass

Auf ihrer Reise machen sich die Vögel ihr ausgefeiltes Navigationssystem zu nutze: Den Sonnenkompass, den Sternenkompass und den Magnetkompass. Dabei orientieren sie sich am Sonnenstand, dem Sternenhimmel und dem Magnetfeld der Erde. Mit ihrem Magnetsinn, welcher in ihrem Kopf liegt, sollen Vögel die Magnetfelder sogar sehen können! Insbesondere bei schlechtem Wetter weist ihnen der „eingebaute Magnetkompass“ den Weg.

Aber auch an markanten geographischen Leitlinien wie Flüssen, Meeresküsten oder Gebirgen orientieren sich die Zugvögel. Das gesamte Zuggeschehen zieht sich meist über mehrere Wochen hin, bis die Vögel ihr Winterquartier im Süden erreicht haben.

Mittelmeerraum oder Afrika?

Je nach Überwinterungsgebiet lassen sich Kurz- und Langstreckenzieher unterscheiden. 
Rund 80 der über 300 in Deutschland brütenden Vogelarten sind Langstreckenzieher. Es sind jene Zugvögel, deren Überwinterungsgebiete sehr weit von den Brutgebieten entfernt liegen. Zu den Langstreckenziehern gehört z.B. der Mauersegler, der seine Reise bereits Ende Juli in Richtung Afrika antritt. 

Manche Vogelarten fliegen nonstop von A nach B. Und das über mehrere Tausend Kilometer. Angefressene Fettreserven vor dem großen Flug dienen als Treibstoff. Wenn der ausgeht, machen die Vögel Rast. Meist sind das die Langstreckenzieher, welche mit Futter und Schlaf bei ihrer Rast Ihre Energiereserven auffüllen. 

Verschiedene Vogelarten wie z.B. Weißstörche und Kraniche fliegen eine sichere Route über Land, die sogenannte Ostroute. Hierbei überqueren sie auf ihrer Reise Richtung Südafrika das Hula-Tal in Israel und legen dort einen Zwischenstopp ein. Hunderttausende Vögel werden dort jedes Jahr im Frühling und Herbst, zur jeweiligen Flugzeit beobachtet.

Die Langstreckenzieher machen sich alljährlich je nach Vogelart zur gleichen Zeit auf den Weg in ihre Winterquartiere nach Afrika und legen dabei zum Teil weit über 4.000 Kilometer zurück. Die Küstenseeschwalbe überwindet als Langstreckenzieher die meisten Kilometer. Sie fliegt vom Brutgebiet im Nordatlantik bis in die 30.000 km entfernte Antarktis. Dies ist die weiteste bekannte Reise im Tierreich. 

Rund 40 Vogelarten, darunter die Feldlerche, der Hausrotschwanz, das Rotkehlchen, die Singdrossel und die Stare, sind Kurzstreckenzieher und verbringen den Winter im Mittelmeerraum. Allerdings zieht nicht die gesamte Population in wärmere Gefilde – nur ein Teil von ihnen macht sich auf den Weg. In diesem Zusammenhang spricht man von Teilziehern. So gehört das Rotkehlchen beispielsweise in Deutschland zu den Teilziehern. Neben diesen Teilziehern haben wir auch die Standvögel wie Amseln, Meisen, Finken und andere, die uns als treue Begleiter durch die Wintermonate zur Seite stehen.

Jene Vogelarten, die ganzjährig bei uns bleiben, nennt man Standvogel oder Jahresvogel. Anders als bei den Zugvögeln führen sie keine regelmäßigen saisonalen Wanderungen durch.

Die Jagd auf Zugvögel 

Nicht alle Vögel schaffen die kräftezehrende Reise. Neben den natürlichen Verlusten, die während des Vogelzugs auftreten, verschärfen zusätzlich die Verluste durch illegale Bejagung die Situation erheblich.

In den Ländern Malta, Zypern, Italien und Ägypten ist das Töten und Verspeisen unserer gefiederten Freunde weiterhin präsent. Hier werden die Vögel z.B. an der Küste Ägyptens in großen Schwärmen mit riesigen Fangnetzen am Weiterfliegen gehindert und landen im Kochtopf. Dadurch kommen nicht einmal die Hälfte aller Vögel, die in Europa starten, an ihrem Zielort im Süden an. 

Einige Vogelschutzprojekte sind zum Teil seit Jahrzehnten mit viel Geduld und kontinuierlichem Engagement dran, die jeweiligen nationalen Jagdgesetze dahingehend zu ändern, dass Zugvögel langfristig geschützt sind.

Unsere Wintergäste 

Die Zahl der ziehenden Vögel ist europaweit gesehen natürlich noch höher, denn von Nordeuropa überqueren die dort brütenden Vögel Deutschland, machen hier Rast, um dann in den wärmeren Gebieten Ihre Winterquartiere aufzusuchen. Andere Vogelarten überwintern sogar hier in Deutschland – das sind dann unsere gern gesehenen Wintergäste.

Die Zugzeit in den Monaten Juli bis Oktober/November und im Frühjahr ab März bieten gute Beobachtungsmöglichkeiten an der Meeresküste, an Flusstälern oder Bergkuppen.

Hier können wir die Vögel in artgleichen Schwärmen oder gemischten Trupps sehen, wenn die in Deutschland überwinternden Vögel uns verlassen und gleichzeitig die Vögel aus dem Süden wieder ihre Brutgebiete bei uns aufsuchen. 

Wenn wir zur Zugzeit nicht an einem der genannten Orte sind, so können wir uns im Frühling und im Herbst zumindest an den nicht zu überhörenden, wundervollen Flugrufen der Kraniche erfreuen.

Lang-, Mittel- und Kurzstreckenzieher

Eine Übersicht über einige der bekanntesten Zugvögel sowie Herbst- und Wintergäste in Deutschland ist über den folgenden Link des NABU verfügbar: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und projekte/birdwatch/zugvogelarten.html

Quellen: NABU, Buch "Atlas des Vogelzugs" von Jonathan Elpnick, Wikipedia, Pexel

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von Thekla Budniok 2. Januar 2026
Name: Haubentaucher Familie: Lappentaucher Charakteristische Merkmale/Aussehen: Im Prachtkleid hat der Haubentaucher einen rostbraunen Kragen und eine schwarze Haube. Schlanker Körper mit langem spitzen Schnabel und langem schlanken Hals. Wangen und Vorderseite des Halses weiß, die Augen sind rot. Der Bauch ist weiß, die Flanken rostbraun, Rücken dunkelbraun. Außerhalb der Balzzeit trägt der Haubentaucher sein Schlichtkleid, welches gekennzeichnet ist durch eine kleinere Haube und Kragen und auch die Färbung ist nicht mehr so intensiv. Größe: 46 - 51 cm Alter: 15 Jahre Weibchen: Männchen und Weibchen unterscheiden sich nur wenig. Das Prachtkleid des Männchens hat in den Sommermonaten eine größere Haube und einen breiteren Kragen. Das Männchen ist etwas größer und schwerer als das Weibchen. Gesang/Rufe: Ruffreudig, Stimme laut und weit tragend, Balzend kräftig rollend „krrra-ahrr“, langsam wiederholt. Oder auch „wreck, wreck, wreck“. Ebenso harte, nasale kurze Töne wie „krrro“ Brutzeit: April - August, 1 Jahresbrut, 27-29 Tage Brutzeit Nest: Das Nest befindet sich schwimmend auf dem Wasser im Schilf. Gelegegröße: 2-6 Eier Nahrung: Kleine bis mittelgroße Fische, welche er mit seiner langen Tauchfähigkeit erbeutet, Insekten und Insektenlarven, auch Kaulquappen, Frösche, Krebse. Lebensraum: Auf größeren stehenden Binnengewässern, meist Schildumstandene Gewässer wie Seen, Teiche, aber auch an Flüssen. Natürliche Feinde: Möwen, Hechte, Seeadler und Rohrweihen. Zugverhalten: Teil- und Kurstreckenzieher Quelle: Pixabay, Pexels, Adobe Stock, Kosmos Vogelführer, Xeno-Canto, Wikipedia Video auf YouTube: https://youtu.be/csyqVJx0Wqw?si=MXFGjyvFcJQNmpXS
von Thekla Budniok 8. Dezember 2025
Name: Mäusebussard Familie: Habichtartigen Charakteristische Merkmale/Aussehen: Sein Federkleid kommt in verschiedenen Farbvarianten von weißlich bis dunkelbraun vor. Die Schwanzfedern sind bei allen Farbausprägungen weiß-grau mit grauen, dichten Querbänderungen. Der Mäusebussard ist meist gut zu erkennen an der hellen V-förmigen Färbung auf der Brust. Im Flug gut zu sehen: der Schwanz ist kurz und rund gefächert, die Handschwingen sind Fingerförmig gespreizt. Größe: 46-58 cm Gewicht: 450-1150 g Alter: bis zu 30 Jahre Weibchen: Wie bei den meisten Greifvögeln, ist das Weibchen etwas größer und schwerer als das Männchen. Gesang/Rufe: Ruffreudiger Greifvogel, der meist im Flug ein laut miauendes „hii-äääh“ äußert. Der Eichelhäher imitiert diesen Ruf täuschend echt, so dass man schon mal genauer hinschauen muss, ob es nun der Mäusebussard oder der Eichelhäher ist. Der Warnruf des Mäusebussards besteht aus einem schärferen „hii-ääh“. Brutzeit: März - Mai, 1 Jahresbrut, 30-35 Tage Brutzeit Nest: An Randzonen von Wäldern, hoch oben im Baum Gelegegröße: 2-3 Eier Nahrung: Kleinsäuger wie Mäuse, Maulwürfe und Kaninchen. Aber auch Amphibien und kleine Reptilien. Mitunter auch kleine Vögel, im Winter sogar Aas. Lebensraum: In Feldgehölzen und an Waldrändern, offene Landschaften, in denen er auf Jagd geht. Oft auf Holzpfählen und Bäumen an Straßenrändern zu sehen, hier hält er Ausschau nach seiner Beute. Natürliche Feinde: Uhu, der Habicht und der Marder, Lebensraumvernichtung, Landstraßen Zugverhalten: Standvogel und Kurzstreckenzieher Quelle: Pixabay, Pexels, Adobe Stock, Kosmos Vogelführer, Xeno-Canto, Wikipedia Video auf YouTube: https://youtu.be/fXXOBmEbn0A?si=9r5GpXIb-Rsc-R_5
von Thekla Budniok 28. November 2025
Name: Blässhuhn (auch Blässralle genannt) Familie: Rallen Charakteristische Merkmale/Aussehen: Rundlich, gedrungener Schwimmvogel, etwas kleiner als Stockente. Rußgrau/schwarzes Gefieder, weißer Schnabel mit weißer Blässe/Stirnschild. Augen dunkelrot, Beine gelb und die langen Zehen sind bläulich, mit Schwimmlappen versehen. Größe: 36 - 42 cm Gewicht: 610 - 1200 g Alter: bis 20 Jahre Weibchen: Die Geschlechter unterscheiden sich im Gefieder nicht. Männchen haben meist einen größeren Stirnschild als Weibchen. Rufe: Vielseitig, am lautesten ein platzendes, einsilbiges „köck“ oder „kröck“, oft gereiht und ein explosives, spitzes „pix“. Brutzeit: Februar - September, 1-2 Jahresbruten, 23 Tage Brutzeit Nest: Korbförmiges Nest aus Wasserpflanzen, oft frei sichtbar im Wasser. Gelegegröße: 5-10 Eier Nahrung: Frische und faulende Pflanzenteile, teils unter Wasser beim Abtauchen gesammelt. Samen, Blätter, Abfälle, Schnecken sowie Insekten und deren Larven. Lebensraum: An nährstoffreichen Seen, Teichen, Sümpfen und Flüssen, mit ausreichend schützender Vegetation. Natürlichen Feinde: Seeadler, Weihen, Falken, Möwen, Uhu. Zugverhalten: Blässhühner sind ganzjährig zu sehen. Vögel aus dem Nordosten überwintern bei uns. Quelle: Pixabay, Pexels, Shutterstock, Adobe Stock, Kosmos Vogelführer, Xeno-Canto, Wikipedia Video auf YouTube: https://youtu.be/7JCFAingPaA?si=QkauTgxpP93VfdlA
von Thekla Budniok 28. November 2025
Im Winterschlaf der Natur treten die Vogelnester in den kahlen Ästen der Bäume und Sträucher besonders eindrucksvoll hervor und wirken wie kleine, vergessene Kunstwerke. Jedes Nest erzählt seine eigene Geschichte, von kunstvoll geflochtenen Gebilden bis hin zu schlichten, gut versteckten Unterschlüpfen. Die Nester der Vögel zeugen nicht nur von einer erstaunlichen Kreativität und dem Fortpflanzungsinstinkt, sie sind auch ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems, selbst in der kalten Jahreszeit. Die meisten Nester, die wir im Winter sehen, sind Überbleibsel des vergangenen Frühlings und Sommers. Sie wurden von verschiedenen Vogelarten gebaut, um ihre Eier geschützt auszubrüten und um darin ihre Jungen großzuziehen. Es gibt verschiedene Vogelnestbauarten wie Höhlenbrüter, Halbhöhlenbrüter, Freibrüter, Bodenbrüter, oder auch schwimmende Nester und Koloniennester. Doch selbst im Winter haben manche Nester eine bedeutende Rolle. Verlassene Baumhöhlen oder auch Nistkästen bieten nicht nur einen Rückzugsort für einige Tiere, sondern fungieren auch als Lebensraum für verschiedene Insekten und Spinnen, die sich in den geschützten Hohlräumen verkriechen. Darüber hinaus dienen die Nester als wertvolle Informationsquelle für Ornithologen und Naturliebhaber. Sie geben Aufschluss über die Artenvielfalt in einem bestimmten Gebiet und ermöglichen es, das Verhalten und die Fortpflanzung der Vögel zu studieren. Ein leerer Nistplatz im Sommer kann auch ein Hinweis darauf sein, dass eine bestimmte Vogelart in der Region nicht mehr brütet, was alarmierende Signale über den Zustand der Umwelt senden kann. In der Stille des Winters sollten wir innehalten, die Schönheit und Bedeutung der Nester würdigen und uns merken, wo sie in der Natur zu finden sind. Sobald die ersten Knospen sprießen und die Vögel zurückkehren, können wir freudig beobachten, wie in diesen, nun von Blättern geschützten Nestern, neues Leben entsteht und zwitschernd in unser Leben flattert. Nester sind nicht nur eine Erinnerung an die Vergangenheit, sondern auch ein Symbol für Hoffnung und den bevorstehenden Neubeginn. Viel Freude beim Entdecken! Die Fotos zeigen Bilder von Freinestern in Bäumen und Sträuchern. Fotos und Text: Thekla Budniok
von Thekla Budniok 24. November 2025
Name: Waldohreule Familie: Eulen Charakteristische Merkmale/Aussehen: Gefieder hellbraun bis ockergelb, schwarzbraun gestrichelt, schwarz gefleckt. Mit langen, schmalen Flügeln, Federbüschel am Kopf, welche bei Entspannung angelegt sind und bei erhöhter Aufmerksamkeit, Erregung aufgerichtet wird. Die Iris ist orange, Gesichtsfeld hellorange bis beige, weiß umrandet. Fein gebänderte Schwanzfedern. Größe: 31-37 cm Flügelspannweite: 86-98 cm Alter: 28 Jahre Weibchen: Das Weibchen ist etwas größer und schwerer als das Männchen, außerdem überwiegen bei den Weibchen dunkle, rostbraune Farbtöne und bei Männchen ist die Grundfärbung etwas heller. Gesang/Rufe: Männchen ruft alle zwei bis acht Sekunden während Brutzeit ein dumpfes monotones „huh“. Das Weibchen antwortet auf diese Rufe mit einem etwas helleren Ton, auf ähnlich monotoner Weise. Waldohreulen haben ein großes Repertoire an Warnrufen. Junge Waldohreulen, welche auch außerhalb des Nestes noch gefüttert werden (Ästlinge), äußern ihre Bettelrufe durch ein immerwährendes Fiepen. Brutzeit: Februar - April, 1 Jahresbrut, 25-30 Tage Brutzeit Nest: Baumbrüter, in alten Krähennestern Gelegegröße: 3-5 Eier Nahrung: Wühl-und Feldmäuse Lebensraum: Wälder mit offenen Flächen, Feldgehölze, größere Parks Tageseinstand an Waldrändern, jagt in offener Landschaft mit hohem Anteil an Dauergrünland Natürlichen Feinde: Uhu, Habichtskauz und Waldkauz. Eier aus dem Nest durch Krähen und Elstern. Zugverhalten: Im Norden Zugvogel, im Süden Standvogel Quelle: Pixabay, Pexels, Shutterstock, Adobe Stock, Kosmos Vogelführer, Xeno-Canto, Wikipedia Video auf YouTube: https://youtu.be/L8vT3TrGJjg?si=5eA-0c29x_HALn91
von Thekla Budniok 17. November 2025
Name: Silberreiher Familie: Reiher Der Silberreiher ist als regelmäßiger Wintergast bei uns zu sehen, nicht aber im Sommer, da er in Deutschland nicht brütet! Seit einigen Jahrzehnten ist der Silberreiher regelmäßiger Durchzügler und Wintergast in Deutschland. In Mitteleuropa brütet er regelmäßig am Neusiedler See und seit 1992 auch in den Niederlanden. Charakteristische Merkmale/Aussehen: Elegante Gestalt, schneeweißes Gefieder, sehr langer Hals, kräftiger gelber Schnabel, welcher während der Paarungszeit zumindest an der Schnabelspitze schwarz ist. Außerdem trägt er im Prachtkleid lange, strahlige Schulterfedern. Die Zehen mit unterem Teil der Beine sind dunkel. Größe: 85-100 cm Alter: 20 Jahre und älter Weibchen: Das Weibchen ist leichter und etwas kleiner als das Männchen, Gefiederfärbung ebenso schneeweiß. Gesang/Rufe: Nicht besonders ruffreudig. Krächzende Rufe wie „krha“ oder „krroo“ sind zu vernehmen, meist am Brutplatz innerhalb der Kolonie. Brutzeit: April - Juli, 1 Jahresbrut, 25-26 Tage Brutzeit Nest: Nest aus Schilf gebaut liegt innerhalb einer Kolonie im Röhricht am Ufer von Binnengewässern. Gelegegröße: 3-6 Eier Nahrung: Fische, Amphibien, Wasserinsekten, an Land aber auch kleine Säugetiere wie Mäuse oder Reptilien und Landinsekten. Lebensraum: Flache Gewässer wie Seen und Teiche. Natürliche Feinde: Seeadler, Uhu und Habicht. Zugverhalten: Standvogel und Kurzstreckenzieher. Quelle: Pixabay, Pexels, Adobe Stock, Kosmos Vogelführer, Xeno-Canto, Wikipedia Video auf YouTube: https://youtu.be/tNIaY3PwG5E?si=BWDRzTNlyni-d_go
von Thekla Budniok 8. November 2025
Der dickflüssige Saft aus der Natur stellt einen wichtigen Teil der natürlichen Verteidigungs- und Überlebensstrategien der Bäume dar. Baumharz ist eine zähflüssig-klebrige Substanz in gelbbrauner bis weißlicher Färbung, die von Bäumen insbesondere Nadelbäumen wie Kiefern, Tannen und Fichten, sowie einigen Laubbäumen, wie zum Beispiel der Birke produziert wird. Die Harzproduktion dient dem Baum bei Verletzungen durch Rehe, Rothirsche und anderen Tieren, die an der Rinde knabbern zur Heilung und dem Verschließen der Wunde. Das Harz bildet eine schützende Schicht um die Wunde, so dass das Eindringen von Krankheitserregern und Schädlingen verhindert wird. Ebenso wird dadurch der Wasserverlust reguliert. Auch Insekten und andere „Schädlinge“ können dadurch abgewehrt werden. Das Harz kann für Fressfeinde ungenießbar sein und kann somit die Tiere daran hindern die Blätter oder die Rinde des Baumes zu fressen. Meist bleiben sie am Harz kleben. Die Harzproduktion dient den Bäumen also als angepassten Schutz Ihrer Umgebung und der Heilung von Wunden. Baumharz ist ein Stoffwechselprodukt, welches sich in den Harzkanälen befindet, die den gesamten Baum durchziehen. Die im Harz enthaltenen Terpene sind Verbindungen, die den charakteristischen Duft vom Baumharz ausmachen. Polymere und Polymerketten bilden die klebrige Konsistenz von Baumharz und ermöglichen es ihm dadurch, die Wunden zu verschließen und zu heilen. Auch ist Harz bekannt als Bernstein. Denn Bernstein ist nichts anderes, als Baumharz, welches innerhalb von Millionen von Jahren gehärtet ist. Manchmal entdeckt man in Bernsteinen auch kleine eingeschlossene Käfer oder andere Insekten. Fichtenharz sammeln Fichtenharz kann von gefällten Baumstämmen, alten oder kranken Bäumen entnommen werden. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass das Harz nicht zu dicht an der Wunde entnommen wird, da dieser für den Baum noch eine Schutzfunktion an der Verletzung darstellt. Doch in der Regel ist der Harzfluss so üppig, dass genügend abgeflossenes Harz genommen werden kann. Es sollte außerdem darauf geachtet werden, dass der Baum durch das Entnehmen vom Harz nicht zusätzlich verletzt wird. Die getrockneten Tropfen am Stamm lassen sich ganz leicht abbrechen und sammeln. An gefällten Bäumen lässt sich das Harz je nach Konsistenz wunderbar mit einem Messer ab-bzw. rauskratzen. Für das Sammeln von Harz empfiehlt es sich also, ein scharfes Messer, ein Behälter und ggf. Handschuhe mit im Gepäck zu haben. Frisches Harz erkennt man an dem hellen milchigen Harzfluss. Am besten entnimmt man solches Harz, welches eine mindestens zweijährige Trocknungszeit hatte. Dies erkennt man daran, dass die äußerste Schicht vom Harz bereits verkrustet ist und eine dunkle bis braune Farbe angenommen hat. Innen ist es dann nicht mehr hell, sondern rosa-braun und hat eine sehr harte Konsistenz. Das gesammelte, trockene und feste Harz kann dann in einem Mörser oder einem Papierbeutel mit einem festen Gegenstand zerkleinert werden. Zur Aufbewahrung eignet sich ein verschließbares Glas, welches bei der Lagerung vor Wärme geschützt werden sollte. Das Räuchern von Harz Das Räuchern gilt als eines der ältesten Rituale der Menschheit. Die Terpene im Harz sind Balsam für Körper, Geist und Seele. Sie wirken entspannend, reinigend, stärkend und antibakteriell. In Kombination mit Kräutern gehört das Räuchern von Harz zur Aromatherapie und erzeugt vor allem in den Wintermonaten mit seinem Waldduft und der harzig, würzigen Note eine wohlig warme Atmosphäre im Raum. Zum Räuchern eignen sich verschiedene Harze. Diese sollten jedoch, sofern sie selbst gesammelt wurden, gut getrocknet und gehärtet sein. Wenn Fichtenharz in gekaufter und somit gereinigter Form vorliegt, spricht man auch von Burgunderharz. Es gibt verschiedene Räucher-Methoden. In diesem Fall wird die Räucherung mit einem Stövchen vorgestellt. Zum Räuchern genügen ein paar wenige Stücke vom Harz und bei belieben auch Kräuter, Weihrauch, Holzspäne oder Blütenblätter. Fertige Räuchermischungen gibt es auch zu kaufen, wer lediglich ein wenig von seinem eigens gesammelten Harz der Räuchermischung hinzufügen möchte. Das Harz sollte nicht direkt auf dem Gitter des Räucherstövchens liegen, da das Harz nach dem Anzünden des Teelichts sofort schmilzt und in die Kerze tropfen könnte. Um dies zu verhindern empfiehlt sich als Untergrund auf dem Gitter eine dünne Schicht Sand auszustreuen, so verklebt das Gitter nicht so stark. Im Handel gibt es speziellen Räuchersand dafür, ebenso das Räucherstövchen selbst. Nach dem Anzünden des Teelichts verglüht die Räuchermischung allmählich und verbreitet ihren angenehmen Duft. Danach oder zwischendurch empfiehlt es sich, die Räumlichkeit zu lüften. Die Atmosphäre des Raums ist dann angenehm gereinigt und erfrischt. Baumharz in der traditionellen Medizin Baumharz hat auch eine lange Geschichte in der traditionellen Medizin verschiedener Kulturen. So wurde Baumharz zur sogenannten Pechsalbe verarbeitet und auch heute noch in der alternativen Medizin zur Heilung von Wunden eingesetzt. Die Salbe soll entzündungshemmend, zusammenziehend, sowie antibakteriell und antiviral wirken. Das bewährte Hausmittel wurde früher bei Entzündungen, Prellungen und Rheuma oder Gicht und kleinen Verletzungen eingesetzt und war daher in fast jedem Haushalt zu finden. Aus dem Harz von Fichte, Tanne, Lärche oder Kiefer kann man die Pechsalbe herstellen. Ein gutes Angebot an Rezepten und Anleitungen findet man im Internet. Quelle: Wikipedia, Pixabay, AdobeStock, eigene Aufnahmen
von Thekla Budniok 8. November 2025
Name: Seidenschwanz Familie: Seidenschwänze Der Nordeuropäische Seidenschwanz ist kein Brutvogel in Deutschland aber regelmäßiger Wintergast bei uns. Charakteristische Merkmale/Aussehen: Seidenschwänze sind in etwa so groß wie ein Star und haben eine kompakte Statur. Der Kopf geht in einen zimtbraunen Ton über, wobei er am Rest des Körpers überwiegend ein graubraunes Gefieder und eine auffällige Federhaube trägt, welche bei Erregung aufgestellt werden kann. Der Rücken ist blaugrau, schwarze Augenmaske und schwarzer Kinnlatz. Gelbe Schwanzendbinde, sowie gelb-weiß-rotes Flügelmuster. Größe: 18-22 cm Alter: 13-14 Jahre Weibchen: Männchen und Weibchen sehen gleich aus, das Männchen ist im Federkleid nur etwas intensiver gefärbt. Gesang/Rufe: Kontaktruf hochklingend „sirrrr“, oft vielstimmig zu hören, wenn Schwarm abfliegt. Gesang besteht ebenfalls aus einem hohen, feinen Sirren, etwas stotternd, eine Reihe lockrufartiger Töne, mit harten, rauen Lauten untermischt. Brutzeit: Mai bis Juli, 1 Jahresbrut, 13-15 Tage Brutzeit Nest: Napfförmiges Nest im oberen Bereich von Fichten. Gelegegröße: 4-7 Eier Nahrung: Während der Brutzeit Insekten, im Winter fast ausschließlich Früchte der Eberesche, Wacholder, Mispel und Holunder. An Futterstellen bedient er sich auch gerne an Äpfeln. Lebensraum: Kein Brutvogel Deutschlands, nur ein Wintergast auf der Durchreise in den Süden! Sonst erstreckt sich das Brutvorkommen des Nordeuropäischen Seidenschwanzes in den nördlichen Gebieten Eurasiens von der russischen Taiga bis nach Nordskandinavien. Dort brütet er in feuchten Fichtenwäldern. Zugverhalten: Teilzieher Gefährdung: In seinem Brutgebiet derzeit nicht gefährdet. Quelle: Pixabay, Pexels, Adobe Stock, Kosmos Vogelführer, Xeno-Canto, Wikipedia Video auf YouTube: https://youtu.be/COjBuJUc7Ss?si=MVGwaMsCQgSCrFxg
von Thekla Budniok 1. November 2025
Name: Waldkauz Familie: Eulen Charakteristische Merkmale/Aussehen: Kompakt und kräftig gebaut. Ihr Gefieder variiert in der Grundfärbung von rostbraun bis graubraun, ist mit dunklen Flecken und einer Längsstrichelung versehen. Der große Kopf und die zwei hellen Stirnbrauen verleihen dem Waldkauz einen freundlichen Ausdruck. Die Iris vom Waldkauz ist dunkel. Größe: 37-43 cm Alter: 19-28 Jahre Weibchen: Die Unterscheidung zwischen männlichen und weiblichen Waldkäuzen ist nicht einfach, da sie sich äußerlich kaum unterscheiden. Weibchen sind im Allgemeinen etwas größer und schwerer als Männchen. Gesang/Rufe: Der Gesang dieser stimmfreudigen Eule ist das typische, wohlklingende „Huuuuuuh-hu-huuuuuh“. Der Ruf ist ein häufig schrill und wiederholtes „kju-wick“. Bei Alarm in schärferen Varianten. Brutzeit: Februar - Juni, 1 Jahresbrut, 28-30 Tage Brutzeit Nest: In Baumhöhlen, Nistkästen, Felsspalten Gelegegröße: 3-6 Eier Nahrung: Jagt nachts vor allem Mäuse und andere Kleinsäuger. Gelegentlich erbeutet er auch kleinere Vögel, Regenwürmer, Insekten und Amphibien. Lebensraum: Er brütet hauptsächlich in Laub- und Mischwäldern, aber auch in Parks und anderen siedlungsnahen Bereichen. Natürlichen Feinde: der Uhu und der Habicht, aber auch kleinere Eulen wie der Sperlingskauz und der Raufußkauz können eine Bedrohung darstellen. Weitere Feinde sind der Mäusebussard und Krähen. Auch Katzen und Marder können Eier und Jungtiere erbeuten. Zugvogel: Standvogel, überwintert im Brutgebiet. Quelle: Pixabay, Pexels, Shutterstock, Adobe Stock, Kosmos Vogelführer, Xeno-Canto, Wikipedia Video auf YouTube: https://youtu.be/DU4mKjHldzU?si=ZbrabKU0BcZEyW_U
von Thekla Budniok 1. November 2025
Der Winter stellt einheimische Tiere immer wieder vor eine enorme Herausforderung. Sinkende Temperaturen und Nahrungsknappheit lassen zum Beispiel 2/3 der Vogelarten in den Süden ziehen, wo die Bedingungen im Winter besser sind. Andere Tiere begeben sich dagegen in die Winterruhe und den Winterschlaf oder passen sich an die härteren Umweltbedingungen an. In unseren Gärten stoßen sie dabei jedoch auf große Herausforderungen, weil Mensch gerne aufräumt – zum Leidwesen der schutz- und nahrungssuchenden Tiere. All zu gerne wird ein Garten „winterfest“ gemacht, wie es landläufig heißt. Welke Blätter, verblühte Pflanzen und Äste werden als Abfall betrachtet, welches man schnell aus dem Garten schaffen möchte. Dabei ist genau dieses Naturmaterial für sämtliche Tiere von höchster Bedeutung. Der aufgeräumte Garten entzieht zahlreichen Tieren ihre Lebensgrundlage, im Sommer wie im Winter. TIERE IM WINTER UNTERSTÜTZEN Wenn die Temperaturen im Herbst sinken, begeben sich viele Tiere auf die Suche nach einem geeigneten Winterquartier. Der Garten sollte also nicht „aufgeräumt“, Blätter, Pflanzenreste und Äste nicht entsorgt werden. Denn dieses Naturmaterial bietet Vögeln, Insekten und anderen Tieren einen Lebensraum, Nahrungsquelle und Überwinterungsmöglichkeit. Tiere im Winter zu unterstützen ist manchmal einfacher als man denkt. So kann jeder mit einfachen Mitteln den eigenen Garten in ein schützendes und nahrhaftes Winterquartier für Vögel, Igel, Mäuse, Kröten, Eidechsen und Insekten umwandeln. Um den Tieren das zu ermöglichen, kann Folgendes im Garten unternommen werden. LAUB-UND REISIGHAUFEN Herabfallendes Laub sollte ohnehin von Rasenflächen und Stauden entfernt werden und kann mit einem Rechen zusammengekehrt werden. Ein Laubbläser sollte dabei nicht zum Einsatz kommen. Auf Beeten können die Blätter einen guten Winterschutz bieten und liefern außerdem noch wertvolle Nährstoffe für Tiere und Kleinstlebewesen, die zur Humusbildung der Böden beitragen. Ein Laub- und Reisighaufen in der Gartenecke lädt den Igel zur Überwinterung ein. Auch Wildbienen, andere Insekten und Kleinsäuger fühlen sich in diesem Winterquartier wohl. Und so verschläft der Marienkäfer den Winter ebenso gut geschützt in einem solchen Laub- und Reisighaufen. Schnittreste können so sinnvoll eingesetzt werden. STRÄUCHER, HECKEN, BÄUME Heimische Gehölze wie Haselstrauch, Pfaffenhütchen, Holunder oder ein Apfelbaum bieten nicht nur im Frühling Insekten Nahrung, sondern auch Vögeln eine Rückzugsmöglichkeit und bis in den Winter ein reiches Nahrungsangebot. Das Schnittgut kann dann für den Laub- und Reisighaufen als Winterquartier wiederverwertet werden. Ebenfalls sinnvoll eingesetzt, können Äste und Zweige zu einer Totholzhecke, oder einer sogenannten Benjeshecke angelegt werden. Hierbei werden die Zweige lose in einer Längsrichtung aufeinander geschichtet. So wird eine heckenähnliche Struktur geschaffen, die zahlreichen Tieren wie Insekten, Vögeln oder Igeln einen Lebensraum bzw. ein Winterquartier bietet. Hier finden die Tiere Schutz und Nahrung. Brombeerschnitt könnte austreiben und sollte daher nicht in die Totholzhecke eingebaut werden. Das Anlegen einer solchen Hecke wird im Netz überall gut beschrieben. VERBLÜHTES STAUDENBEET STEHEN LASSEN Unsere Wintervögel, die im Herbst nicht in den Süden ziehen, stoßen immer wieder auf Nahrungsknappheit in der kalten Jahreszeit. Deshalb sollten verblühte Sonnenblumen, Wilde Karde und andere samentragende Pflanzen erst im kommenden Frühling runtergeschnitten werden. In hohlen Pflanzenstängeln überwintern übrigens auch manche Insekten bzw. legen im Spätsommer ihre Eier darin ab, wie z.B. die Keulhornbiene. Die Larven wachsen über den Winter in dem Stengel heran. Ein Insektenhotel bietet Bienen und Co. natürlich ebenfalls ein Winterquartier. NISTKÄSTEN ALS WARME STUBE IM WINTER Mit unserem modernen Baustil fehlen Nischen und Schlupflöcher, wie man sie an alten Gebäuden noch finden kann. Im Herbst nach der Brutzeit werden Brutkästen daher gerne als Winterbehausung genutzt, sowohl von Vögeln, als auch vom Siebenschläfer, der darin gerne seinen Winterschlaf hält. FUTTERANGEBOT IN DER HARTEN WINTERZEIT Einheimische und insektenfreundliche Pflanzen, Fallobst, Beeren und auch ein Komposthaufen bieten ein reichhaltiges Futterangebot zum satt fressen. Und selbstverständlich bedienen sich am Futterhäuschen nicht nur unsere gefiederten Freunde, sondern auch Eichhörnchen und Mäuse. Für viele Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer, Hummeln, Vögel und anderes Kleingetier sind Gärten mit einheimischen, insektenfreundlichen Pflanzen wichtige Lebensräume, Nahrungsquellen, Kinderstube und Winterquartier. So werden naturnah gestaltete Gärten auch im Winter für manche Tierarten immer wichtiger, weil sie sonst immer weniger geeignete Lebensräume und Überwinterungsmöglichkeit anderswo finden können. Quelle: BUND, NABU, Wikipedia, Pixabay, Pexels, Adobe Stock
von Thekla Budniok 25. Oktober 2025
Name: Flussregenpfeifer Familie: Regenpfeifer Charakteristische Merkmale/Aussehen: Rücken in einem gräulich-braunen Farbton, während die Unterseite strahlend weiß ist. Geschlossener schwarzer Halsring. Im Prachtkleid trägt der Vogel zudem eine schwarze Augenbinde, die die gelben Augenringe noch stärker betont. Sein Schnabel hat eine dunkle Färbung. Die Beine sind lang und zeigen eine fleischfarbene Nuance. Größe: 14-18 cm Alter: bis zu 10 Jahren Weibchen: Männchen und Weibchen haben die gleiche Färbung. Gesang/Rufe: Der charakteristische Ruf des Flussregenpfeifers klingt wie ein leicht melancholisches „tiu“ oder „piu“, wobei die erste Silbe betont wird. Dieser Ruf wird meistens einzeln oder in regelmäßigen Abständen wiederholt. Bei erhöhter Erregung verändert sich der Ruf und wird zu einem kürzeren, lauteren „tiük“ oder zu einer Reihe von „ti ti-ti-ti tiu“. Brutzeit: April bis Juni, 1-2 Jahresbruten, 21-28 Tage Brutzeit Nest: Auf Kiesböden in der Nähe vom Wasser. Gelegegröße: 4 Eier Nahrung: Der Flussregenpfeifer hat sich hauptsächlich auf die Nahrung von im Boden lebenden oder nur knapp unter der Oberfläche vorkommenden Insekten sowie deren Larven spezialisiert. Darüber hinaus gehören Spinnen und Würmer zu seinem Speiseplan. Gelegentlich ergänzt er seine Ernährung mit Mollusken, Krebstieren und verschiedenen Samen. Lebensraum: Der Flussregenpfeifer hatte einst seine natürlichen Lebensräume an den flachen Ufern unverbauter Flüsse. Heutzutage findet man ihn jedoch hauptsächlich in von Menschen geschaffenen Ersatzlebensräumen. Diese bestehen häufig aus vegetationsfreien Kiesflächen oder unbewachsenen Böden in der Nähe von Gewässern, die zeitweise als geeignete Habitate dienen. Natürlichen Feinde: Füchse, Marder, Waschbären, Iltisse, Marderhunde und Wiesel sowie Greifvögel und Möwen Zugvogel: Als Zugvogel verbringt der Flußregenpfeifer die Wintermonate in Afrika Quelle: Pixabay, Pexels, Shutterstock, Adobe Stock, Kosmos Vogelführer, Xeno-Canto, Wikipedia Video auf YouTube: https://youtu.be/XMBOietA-HQ?si=HibaNOz6KpMScJxH
von Thekla Budniok 18. Oktober 2025
Name: Rebhuhn Familie: Hühnervögel Charakteristische Merkmale/Aussehen: Kompakter kleiner Körper, Kopf rund. Überwiegend braungraues Gefieder, was ihm eine gute Tarnung ermöglicht. Rost-gelbe Kopfzeichnung, fein ziselierte, aschgraue Brust, mit dunklem, hufeisenförmigen Fleck auf dem Bauch. Kastanienfarbene Flankenbänderung. Größe: ca. 30 cm Alter: 6 Jahre Weibchen: Fast gleich gefärbt wie das Männchen. Der Bauchfleck ist weniger stark ausgeprägt und insgesamt ist das Weibchen etwas blasser gefärbt. Gesang/Rufe: Es singen beide Geschlechter, besonders nachts in lockerer Folge heiser, scharf und abgeschnitten „kirrik“. Kontakt- und Sammelruf ist ein grrriweck oder kirrik. Auffliegend scharf und kurz „prri prri prri“ oder „rick rick rick“. Brutzeit: März - Juni, 1 Jahresbruten, 10–20 Tage Brutzeit Nest: Als Mulde am Boden Gelegegröße: 10-20 Eier Nahrung: Das Nahrungsspektrum des Rebhuhns ist überwiegend pflanzlich. Es ernährt sich hauptsächlich von Körnern und jungen Blättern. Jungvögel werden in den ersten Wochen ausschließlich mit kleinen Wirbellosen gefüttert. Lebensraum: Ursprünglich in Steppen- und Heidegebieten heimisch, hat es sich mittlerweile auch als Kulturfolger in landwirtschaftlich genutzten Flächen etabliert. Natürliche Feinde: Fuchs, Habicht, jagender Mensch. Zugvogel: Kein Zugvogel, bleibt ganzjährig in seinem Brutgebiet. Quelle: Pixabay, Pexels, Shutterstock, Adobe Stock, Kosmos Vogelführer, Xeno-Canto, Wikipedia Video auf YouTube: https://youtu.be/aLTiS_XhQWA?si=I3UzEv58cJcT_8YP
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